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FAS
KINDER
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Entdeckung von
FASD |
Alkohol schädigt
überall auf der Welt!
Hier in Deutschland genau so,
wie über dem Ozean. |
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FASKINDER
Alkohol in Schwangerschaft und die Folgen für das Kind! FASKINDER |
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Solange Alkohol hergestellt wird,
solange gibt es auch Kinder mit FASD |
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Alkohol hat schon in allen
Zeiten Kinder geschädigt.
Die Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und
geschädigten Kindern wurden aber lange Zeit nicht erkannt. |
Zur Zeit der
„Gin-Epidemie“ in
England (1720-1750) ergaben sich Hinweise auf sichtliche Schädigungen bei
Kindern, deren Mütter trunksüchtig waren. William Hogarth erstellte 1751 einen
Kupferstich, der die Ausmaße der Gin-Epidemie darstellte. Die Regierung
erleichterte das Destillieren, so dass Gin sehr billig, reichlich und für alle
sozialen Schichten erhältlich auf den Markt kam und geradezu eine Suchtkrise
bewirkte. Sein Bild "Gin-Lane"
trug anschließend zu der Verabschiedung des Gesetzes bei, das zum Ende der
"Gin-Epidemie" führte.
Dass Alkohol schädigt,
hat man also gewusst, aber wieder vergessen.
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Alkoholkranke Mütter bekamen durch
Alkoholabstinenz im Gefängnis gesunde Kinder! |
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Sullivan
Ende des 19.
Jahrhunderts wurde die
Alkoholembryopathie von englischen Ärzten wissenschaftlich beschrieben. Im
Jahr 1899 fand William Sullivan, der in einem Liverpooler Gefängnis als Arzt
tätig war, mittels seiner Untersuchungen heraus, dass mit Zunahme der Dauer und
Intensität des Alkoholgenusses der werdenden Mutter, sich die Lebensfähigkeit
des Ungeborenen minimiert. Zudem konnte W. Sullivan nachweisen, dass
alkoholabhängige Frauen, die zuvor Totgeburten oder Geburten geschädigter Kinder
hatten, durch erzwungene Abstinenz im Gefängnis durchaus gesunde Babys zur Welt
bringen konnten (vgl. Spohr, in: Steiner, 1990,S. 32). Eindeutig weist er damit
auf die unmittelbar giftige Auswirkung des Alkohols auf den Embryo hin.
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Zu Lemoine muss ich noch viel mehr
heraussuchen. |
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Ken Jones ist immer noch sehr aktiv
in der Forschung über FASD. 2004 war er in Heidelberg auf einem
Kongress. |
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Die Symptome
alkoholgeschädigter Kinder wurden 1967 von Lemoine zum ersten mal festgehalten
und dokumentiert. Aber nur regional verbreitet.
Smith und Jones
Als fetales Alkoholsyndrom
diagnostizierte und bezeichnete es 1973 David Smith und seine Mitarbeiter. Im Rahmen einer Dysmorphologie-Studie in
Seattle (USA) wurden viele Kinder mit unklaren Entwicklungsstörungen untersucht
und der Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft entdeckt.
David Smith und Ken Jones gaben dieser Krankheit den Namen: Fetales
Alkoholsyndrom. Dies ist insofern bemerkenswert, als normalerweise die Syndrome
nach den Entdeckern benannt werden. Smith und Jones waren sich aber darin einig,
dass diese Entdeckung zu wichtig war und auch beim Namen genannt werden sollte.
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Forschung ist gut und notwendig, wo
aber sind die Therapeuten, die gute Konzepte zur Behandlung und Therapie
erforschen? |
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In der Folgezeit
forschten deutsche Ärzte intensiv zum Thema FAS: Professor Dr. med. F.
Majewski in Düsseldorf,
Professor Dr. med. H. Löser in
Münster und Professor Dr. med. H.-L.
Spohr, sowie Professor Dr.
med.
Steinhausen in Berlin. Ihnen ist es vor allem zu
verdanken, dass deutschsprachige Literatur erhältlich ist.
Als die Ärzte nun FAS
diagnostizieren konnten erwarteten sie eine biologische Nachheilform oder eine
Nachreifung, da das auffällige Gesicht (Dysmorphie) der
Kinder häufig weniger ausgeprägt war, je älter sie wurden.
Allerdings wurde im Laufe
von Langzeitstudien bei den Kindern keine Besserung der mentalen oder
psychischen Probleme gefunden. Die Psychologin Ann
Streissguth hat
Langzeitstudien mit betroffenen Kindern durchgeführt und kam
zu dem Ergebnis, dass die Probleme bleiben und sich mit der Zeit durch
Sekundärfolgen verstärken.
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