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Bericht über den Vortrag über FAS von
Dr. Feldmann in Arnsberg
am 15.11.2003
Dr. Feldmann erklärte in erstaunlich einfachen und
verständlichen Worten, wie es dazu
kommt, dass Alkohol in der Schwangerschaft schädigt. Das Erkennen
der äußerlichen Gesichtsmerkmale hat er didaktisch gut rübergebracht.
Zunächst zeigte er Ganzkörperaufnahmen, wodurch ein erster Eindruck
entsteht, er erklärte aber nicht allzu viel dazu, nur, dass die Kinder
eben klein und schmächtig sind.
Dann ging er über zu den Gesichtsaufnahmen. Er zeigte auffällige
Gesichter und hat zunächst gar nichts dazu erklärt, sondern die Leute
gefragt, was ihnen denn nun auffällt.
Klar kamen gleich die Aussagen: Augen, Nase, Mund, Ohr etc. aber
was genau anders war, dass konnten die Leute erst mal nicht sehen.
Dadurch, dass er sie selber hat herausfinden lassen, was anders ist,
denke ich mal, werden sie sich die Anzeichen auch besser merken.
Später hat er auch alles genau erklärt. Aber diese Art und Weise hat
mir gut gefallen. Auf Fragen ist er (fast) immer gleich eingegangen.
Was mich nur gestört hatte, das war der Ausdruck:
"Alkoholembryopathie", weil Spohr ja erklärt hatte, dass ja nicht nur
der Embryo, sondern auch der Fetus geschädigt wird und es somit
gänzlich korrekt: "Alkoholembryofetopathie" heißen müsste. Also,
mittlerweile gefällt mir die amerikanische Version weitaus besser, sie
umfasst nämlich sämtliche 'Spielarten' und Variationen in der
Ausprägung unter dem Oberbegriff: FASD - Fetal Alcohol Spectrum
Disorder.
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Was Feldmann sehr betonte war, dass die Kinder welche äußerliche
Merkmale haben, oft besser dran sind, weil es eben erkannt wird und
sie die geeigneten Förderungen und Forderungen bekommen. Diejenigen
die, wie er sich ausdrückte "angeblich leichter betroffen sind",
haben mehr Probleme. Aber das wissen wir ja hier eh alle. Ich finde
es wichtig dass die Pflegeeltern das wissen.Eine Frage gab es zu den Therapien, die gemacht werden
können. Klar, Frühförderung etc. alles ist gut und richtig
- wenn es erforderlich ist und der Arzt dies befürwortet.
ABER nur, wenn die Therapeuten auch wissen, was sie da
tun!!!!!!!!!!!!!!!!
Den Satz fand ich gut, vor allem, dass die
Therapeuten darauf vorbereitet sein sollten, dass ihr Ansatz eben
nicht so den durchschlagenden Erfolg bringen kann. Wenn es nämlich
nicht funktioniert, dann sind schnell die Kinder schuld oder die
Eltern. Das gleiche Spiel erleben wir ja oft in der Schule mit den
Lehrern. Förderung ja, wo es gut und sinnvoll ist, aber das
Kind soll auch Kind sein können.
S. Reinhardt / Nov 2003
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