Verhalten der Jugendlichen bei FASD
Körpermerkmale:
Die Gesichtszüge bei FAS sind weniger klar definiert
oder wieder erkennbar als im jugendlichen Alter und im erwachsenen Alter. In
dieser Phase ist eine Aufzeichnung von Geburt an besonders nützlich, vor
allem, wenn es Fotos mit Gesichtszügen gibt und Fotos von gleichaltrigen
Kindern. Dies ermöglicht einen Vergleich für den Maßstab der Entwicklung in
diesem Alter.
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zu klein für das Alter
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dünn
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Gesichtsmitte erscheint vielleicht abgeflacht, besonders in
der Profilansicht
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fehlende Furche unter der Nase
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Herzgeräusche
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Probleme mit der Sehkraft
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Probleme mit der Wirbelsäule oder den Extremitäten
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Schlafprobleme (schläft zuviel oder zuwenig – ohne erkennbares
Muster oder Ursache)
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öfters krank als gewöhnlich
Kommunikation/Sprache:
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spricht viel, manchmal zu viel
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scheint nicht zu hören, hat aber keinen Hörfehler
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ist nicht empfänglich für subtile Gesichts- u. Körpersprache
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hat Probleme mit Anweisungen, die nicht direkt an das Kind
durch die Nennung des Namens gerichtet sind
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hat ein gutes Vokabular, aber der Sprache mangelt es an
Informationen und Ideen
Sozialisierung/Verhalten:
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hat keinen Sinn für persönlichen Raum
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Mangel an persönlichen Grenzen
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geringes Verständnis für soziale Regeln und Normen
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hat u. U. ein sexuell unangemessenes Verhalten
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kann zu einem unangemessenem Verhalten überredet werden
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wird möglicherweise missbraucht, gehänselt, tyrannisiert oder
aufgezogen durch andere Jugendliche
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ist oft unfähig, einen Kompromiss einzugehen
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wenig Augenkontakt
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ist überaus herzlich gegenüber fremden Menschen
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zeigt u. U. extremes Verhalten – ist sehr hilfsbereit oder
verweigert Hilfe innerhalb kurzer Zeit
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wird u. U. als manipulierbar angesehen
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reagiert u. U. wütend auf wiederholte Änderungen, oder
verweigert sich
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lügt oder stiehlt
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lernt nicht aus Konsequenzen seiner Handlungen, deshalb macht
es die gleichen Fehler immer wieder
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bricht Versprechen oder Vereinbarungen
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wird möglicherweise als verhaltensgestört diagnostiziert
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schwänzt u. U. die Schule
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fordert viel Aufmerksamkeit anderer Menschen – verschleißt
sie
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liebt intensive Erfahrungen, was aber risikobehaftet ist, weil
es nicht adäquat mit den Konsequenzen der Taten umgehen kann
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tyrannisiert oder verängstigt u. U. andere
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handelt risikoreich
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erkennt sexuelle Avancen nicht bzw. unterschätzt die Folgen
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weiß nicht, wie es sich vor sexuellen Avancen schützt
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geht einfach weg, ohne jemanden zu sagen, wohin
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erkennt keine Gefahr
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kann nicht der Verantwortung älterer Geschwister überlassen
werden, braucht die ganze Zeit über elterliche Fürsorge
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benötigt konstante Beaufsichtigung
Aufmerksamkeit/Aktivität:
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schnell abgelenkt
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handelt impulsiv
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zappelt, ist immer in Bewegung z. B. Beine baumeln, treten,
Sachen werfen
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wird schnell müde, besonders dann, wenn Aufmerksamkeit
gefordert wird
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„hörbarer“ Denker, denkt laut
Gedächtnis:
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es scheint, als würden Informationen rein und rausschlüpfen –
heute da, morgen weg, drei Tage später wieder da
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vergisst Handlungsabläufe, obwohl es sie gut kennen sollte
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Gedächtnisprobleme z.B. bei Verabredungen, Zeiten, Terminen,
Aufgaben
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es scheint, erinnert er/sie sich absichtlich nicht, dem ist
aber nicht so
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vergisst mitten in einer Handlung, was zu tun ist
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vergisst, den Herd auszuschalten, Türen abzuschließen, usw.
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kann Tatsachen von Fantasie schlecht trennen
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lügt, sogar dann wenn die Beweise offensichtlich sind
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das optische Gedächtnis ist besser
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das Langzeitgedächtnis ist besser als das Kurzzeitgedächtnis
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vergisst Medikamente einzunehmen
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braucht stets Ermahnung, um die täglichen Aufgaben
durchzuführen
Erkenntnis:
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Lernprobleme sind bekannt oder werden vermutet
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angepasstes Verhalten liegt unter dem Durchschnitt
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Schwierigkeiten mit Mathematik
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Probleme mit dem Sprachverständnis
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Probleme Konzepten wie z.B. Zeit, Geld, Regeln
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kann schwer neue Ideen aufgreifen
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hat Schwierigkeiten, Alternativen oder Kompromisse zu
erkennen
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stellt keine Verbindung zwischen dem gegenwärtigen Zustand und
der erforderlichen Handlung her Bsp.: kalt, dunkel, hungrig, = Zeit, nach
Hause zu gehen
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versteht keine Zusammenhänge in der Welt, Bsp.: Jahreszeiten,
Klima, Wetter. Wenn es keine sichtlichen Beweise gibt, kann es Zusammenhänge
und Beziehungen nicht erkennen.
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oft frustriert
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unfähig, um Hilfe zu bitten, sogar in Krisenzeiten
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ist u. U. noch nicht in der Lage, die Uhrzeit zu erkennen und
hat kein Gefühl für die Zeit, kann den Unterschied zwischen 10 Min. und 1
Std. nicht erklären
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ist abgestempelt als faul, unreif, unmotiviert
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hat Probleme, Richtig und Falsch zu unterscheiden
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von Tag zu Tag ist er/sie weniger funktionstüchtig als
vorhergesagt