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KinesiologieBericht über einen Vortrag von Gundula Kraska VHS - Abendseminar Lernblockaden erkennen und auflösen Konzentrationsprobleme, Hyperaktivität, Lese-, Schreib- und Rechenschwäche gehören zum schulischen Alltag. Immer mehr Kinder fallen durch Lern- und Verhaltensstörungen auf. Die „Praktische Pädagogik“ kann in der Lernberatung aktive Hilfe bieten. Kindindividuelle Stressfaktoren und Lernblockaden können aufgespürt und abgebaut werden. Unterstützt durch die Einübung integrierender Bewegungsabläufe arbeiten die Gehirnbereiche besser zusammen, die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit wird verbessert und damit der Grundstein für selbstverantwortliches, freiwilliges Lernen gelegt. Lernen wird wieder möglich. In diesem Vortrag werde verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, die Kinder in der Schule oder zu Hause bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.
Dienstag, 18.02.2003, Gundula Kraska (Adenstedt) Frau Kraska war als Kind selbst betroffen. Sie ist Linkshänderin und wurde auf RECHTS umprogrammiert. Das Ergebnis war eine Lernblockade im mathematischen Bereich, das sogenannte „BRETT vor dem Kopf“ „Hätte ich das, was ich Ihnen jetzt erzähle damals schon gewusst, wäre mir vieles erspart geblieben.“ Folgende Zusammenfassung ist ein Konglomerat aus meinen Aufzeichnungen und dem Buch: Kinesiologie für Kinder – GU-VerlagISBN-3-7742-3205-9
Eine Graphik verdeutlicht die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der linken und rechten Gehirnhälfte:
Wer die linke Hemisphäre bevorzugt, der kann nur eins nach dem anderen abarbeiten, kommt zuviel auf einmal, dann kommt man durcheinander. Mit der linken Hälfte kann ich das WORT: BAUM lesen, kann es mir aber nicht bildlich vorstellen. Die linke Hemisphäre ist, vereinfacht dargestellt, bei etwa 95% der Menschen verantwortlich für analytisches Denken, besonders für Sprache und Logik. Sie ordnet und sammelt Details, mit ihr verarbeiten wir gegliederte und strukturierte Informationen. Sie wird aus diesem Grund auch analytische Gehirnhälfte genannt. Die rechte Gehirnhälfte oder Gestalthirnhemisphäre dagegen wird benutzt, um Informationen als Ganzes und gleichzeitig verarbeiten zu können. Sie ermöglicht uns einen Gesamteindruck der Dinge um uns herum. Rechts sind aber auch das visuelle Gedächtnis, die Fähigkeit zur Orientierung im Raum, Kreativität, Gefühle und Körperbewusstsein beheimatet. Über das Corpus callosum – den Balken – arbeiten die beiden Gehirnhälften bei der Wahrnehmung der Welt zusammen. Unter Stress klappt eben diese Zusammenarbeit der Hirnhemisphären nicht immer, die Folge sind Wahrnehmungsstörungen. Wir können Informationen nur unzureichend verarbeiten. Typische Schulsituation: Der Lehrer fordert einen Schüler auf, einen Text laut vorzulesen. Das laute Lesen macht keine Probleme. Doch auf die anschließende Frage, was denn der Sinn des eben Gelesenen sei, weiß unser Vorleser keine Antwort. Wie ist dies zu erklären? In der Stresssituation war der Leser nicht in der Lage, den Text zu verstehen. Für ihn bestand er nur aus einzelnen Wörtern ohne Zusammenhang und Bedeutung. Die Verbindung beider Gehirnhälften war also während des Lesens blockiert – der Schuler hat den Text vor allem mit der rechten Gehirnhälfte „gelesen“ und dabei sein geistiges Potential nicht voll ausgeschöpft. Schule fördert analytisches Denken Die Art der Wahrnehmung – analytisch oder ganzheitlich – spielt auch bei der Lösung schulischer ‚Aufgaben eine wichtige Rolle. Dafür werden vor allem die Fähigkeiten der linken oder analytischen Hirnhälfte in Anspruch genommen. Dadurch sind jene Kinder benachteiligt, bei denen die rechte Gehirnhälfte, also die Gestalthirnhemisphäre, in der Wahrnehmung der Welt und damit auch des Lehrstoffes dominiert. Mädchen im Vorteil In der Grundschule schneiden Mädchen bei linkshemisphärischen Aufgaben wie Lesen, Schreiben oder Rechnen im Durchschnitt besser ab als ihre männlichen Altersgenossen. Das ist dadurch zu erklären, dass bei Jungen die Entwicklung der analytischen Fähigkeiten der linken Gehirnhälfte später einsetzt als bei Mädchen. Die Jungen bilden die Grobmotorik früher aus und wirken deshalb häufig ungelenk und tollpatschig.
Mädchen sind sprachlich gewandter und reagieren mit ihrem Verhalten zielgerichteter auf die momentanen Anforderungen ihrer Umgebung. Jungen dagegen koordinieren die großen Muskeln besser und sprechen stärker auf Bewegung an, wodurch ihnen langes Stillsitzen besonders schwer fällt. In der Schule müssen sie diesen Bewegungsdrang unterdrücken. Die Folge ist aggressives Verhalten, mit dem sie ihre Emotionen nach dem Unterricht ausleben. Lernhemmende Faktoren Nicht kindgerechte Schulbedingungen Der Lehrstoff, der an unseren Schulen unterrichtet wird, fordert analytisches Denken. Bei Kindern, die ihre Umwelt als Ganzes erfassen und lieber mit „rechts“ denken, kann dies zu massiven Schulproblemen führen. Leider findet man in unseren Schulen auch äußere Bedingungen vor, die den Bedürfnissen von Kindern nicht gerecht werden:
Die versteckte Gefahr von Bildschirmen Bildschirme fördern ein 2dimensionales, unnatürliches Sehen. 2dimensionales sehen schwächt die Augen, es fehlt die dritte Dimension. Die Augenmuskeln sind dadurch öfter verspannt. Im Vorschulalter und auch noch in der Grundschule kann allzu häufiges Fernsehen die Entwicklung des räumlichen Denkens und der Vorstellungsfähigkeit beeinträchtigen. Der Bewegungsmangel wird verstärkt. Um sich gesund zu entwickeln, müssen Kinder toben, spielen und ihre Bewegungsmöglichkeiten ausprobieren. Abhilfe: Abends die Stresspunkte halten oder Morgens vor einer Arbeit Unverträglichkeitsreaktionen Bei bestimmen Nahrungsmitteln oder Zusatzstoffen kann es zu verändertem Verhalten aufgrund einer allergischen Reaktion kommen, manche Nahrungsmittel wirken als Stressoren, die zu Lernblockaden führen können. Zucker wirkt wie ein Aufputschmittel, das Lust auf Bewegung macht. Im Unterricht sollte das Kind aber stillsitzen. In dieser Zwickmühle verhält es sich dann häufig aggressiv. Unverträglichkeitsreaktionen werden ebenfalls durch bestimmte Umweltgift wie zum Beispiel Ozon, Düngemittel, Autoabgase oder Schwermetalle hervorgerufen. Körperliche Schockerlebnisse Unfälle können Auslöser für Lernblockaden sein, auch wenn der Vorfall schon Jahre zurück liegt. Emotionale Erschütterungen Auch seelische Verletzungen wirken lange nach. Fühlt sich ein Kind bloßgestellt, wurde es ausgelacht oder abgewertet, können auch diese Erlebnisse langfristig immer wieder Blockierungen auslösen. Süßigkeiten erst nach den Hausaufgaben, nach den Schulstunden geben. Süßigkeiten können einen Bewegungsdrang hervorrufen Studentenfutter ist eine gute Kombination und eine gute Alternative Fordern, statt Überfordern!! Denken – mit links oder mit rechts? Jeder Mensch hat unterschiedliche Erbanlagen und auch eine ganz bestimmte Art und Weise zu denken und bestimmte Aufgaben oder Probleme zu lösen. Analytisch denkende Menschen „denken“ vorwiegend mit der linken Gehirnhälfte. Sie neigen dazu, alles zu planen und dabei jedes Detail zu berücksichtigen. Man verliert dabei aber leicht den Blick fürs Ganze. Man konzentriert sich auf Detaillösungen und ist unflexibel. Wer bevorzugt mit „rechts“ denkt, lässt seine Umwelt lieber als Ganzes auf sich wirken. Er handelt dann spontan nach seinem überlieferten Gesamteindruck und versucht erst gar nicht, das Problem logisch zu durchdenken. Bei einer komplexeren Aufgabe versinkt er daher leicht im Chaos. Beide Extreme sind selten. Doch wenn wir uns selbst beobachten, werden wir feststellen, dass bei fast jedem von uns eine der beiden Gehirnhälften dominiert. Ideal wäre es aber, wir könnten jederzeit auf die Fähigkeiten beider Hälften zurückgreifen. Doch gerade in Stresssituationen verfallen wir in das eine oder anderes Extrem. Wie äußern sich Lernblockaden? Lernblockaden können sich in unterschiedlicher Form zeigen. LRS-Probleme, Störungen im Bewegungs- und Verhaltensmuster oder der Körperhaltung. Sichtbare Hinweise auf Lernblockaden Lernblockaden können sich ganz eindeutig als Lese-, Schreib- oder Rechenstörungen zeigen. Eva beispielsweise liest, ohne den Sinn zu erfassen. Michael „erfindet“ beim Lesen Wörter. Weil er ungenau liest, versteht er auch nie, was in einer Textaufgabe verlangt wird. Markus dagegen schreibt beinahe unleserlich, und Tobias findet sich im Zahlenraum nicht zurecht. Er begreift nicht, was abziehen oder dazuzählen bedeutet. Sein Freund Florian dagegen kann sich die Zahlen nicht vorstellen und hat deshalb Probleme beim kopfrechnen. Die kleine Anna kann sich von Wörtern im Kopf keine Vorstellung machen und macht deswegen immer wieder Rechtschreibfehler. Versteckte Hinweise auf Lernblockaden Lernblockaden können sich auch weniger konkret äußern. Vielleicht ist ihr Kind im Unterricht oder bei den Hausaufgaben unaufmerksam, abwesend und träumt vor sich hin? Oder wird es von den Lehrern als vorlaut und aggressiv beschrieben? Auch hinter bestimmten Verhaltensweisen können sich Lernblockaden verstecken. Haben Kinder riesige Angst vor Klassenarbeiten, antwortet ihr Körper beispielsweise mit Unwohlsein, Bauch- oder Kopfweh. Manche Kinder reagieren auf eine Schulsituation, die sie überfordert, mit Schwerfälligkeit, andere wiederum sind zappelig, schnell und ungenau. Die Sprache der Bewegungen Beobachten Sie ihr Kind, wie es bestimmte Dinge tut und sich bewegt. Auch so erkennen Sie Blockaden. Achten Sie zum Beispiel darauf, ob es rückwärts eine Treppe hochgehen und ob es einen Ball fangen kann. Stellt es sich sehr ungeschickt an, oder geht es diesen Herausforderungen aus dem Weg? Wann liegt eine Blockade vor? Wie können Sie sicher sein, ob Ihr Kind tatsächlich an einer Lernblockade leidet, oder ob es vielleicht etwas nicht begriffen hat? Eine Blockade können Sie daran erkennen, dass sich das Lernproblem Ihres Kindes langfristig nicht lösen lässt, obwohl Sie mit ihm den Stoff wiederholen, mit ihm Schreiben, Lesen oder Rechnen üben. Echte, durch Stress ausgelöste Lernblockaden lassen sich durch Drill und Training nicht auflösen. Drei Dimensionen des Denkens Die Pädagogische Kinesiologie arbeitet modellhaft mit der Vorstellung, dass sich das Denken in den drei Dimensionen des Raumes bewegt. Demnach gibt es, wie bei unseren Körperbewegungen, auch im Kopf ein rechts-links, oben-unten und vorne-hinten. So wie die Bewegungsabläufe unseres Körpers in den drei Dimensionen des Raums stattfinden, läuft auch das Denken im Gehirn ab. Eine Blockade hat demnach zur Folge, dass wir im Kopf – mit den Gedanken – nicht frei beweglich sind. Damit Lernen optimal möglich ist, müssen wir uns in allen drei Dimensionen frei bewegen können. Denkblockaden sind innerhalb einer Ebene möglich, aber auch zwischen den Ebenen kann die Zusammenarbeit blockiert sein. Drei mögliche Blockaden gibt es Je nachdem, welche Dimension oder geistige Bewegungsebene blockiert ist, sprechen wir von einer „Rechts-links-„, Oben-unten-„ oder „Vorne-hinten-Blockade“. Jede dieser drei Blockaden äußert sich in unterschiedlichen Lern- und Verhaltensweisen, an denen Sie sie leicht erkennen können. Die Rechts-links-Blockade
Links- oder Rechtshändig? Normalerweise schreiben Rechtshänder mit der rechten Hand, die von der linken Gehirnhälfte gesteuert wird. Bei Linkshändern ist es umgekehrt: Ihre Schreibhand, die linke nämlich, wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Dementsprechend sind auch die Wahrnehmungsfunktionen, die rechte und linke Gehirnhemisphäre übernehmen, beim Linkshänder im Vergleich zum Rechtshänder vertauscht. Echte Rechts- oder Linkshändigkeit bedeutet also immer, dass die Schreibhand von der analytischen Hälfte des Gehirns gesteuert wird – bei Rechtshändern ist dies die linke, bei Linkshändern eben die rechte. Bei gemischthändigen Menschen trifft die Regel, dass die aktive Schreibhand immer von der analytischen Gehirnhälfte gesteuert wird nicht zu – sie wird vorwiegend von der ganzheitlichen Gehirnhälfte geführt. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Schreibfähigkeit eingeschränkt ist und es Probleme beim exakten Schreiben gibt. Um die nicht konsequenten Abläufe in ihrem Gehirn auszugleichen, müssen sich gemischte Links- oder Rechtshänder beim Schreiben mehr anstrengen als konsequente. In der Lernberatungspraxis hat sich gezeigt, dass Menschen die zu dieser Gruppe gehören, deshalb weit anfälliger für Lernprobleme sind. Gemischte Händigkeit erkennen Beobachten Sie, wie ihr Kind die Hand beim Schreiben hält. Ist die rechte Hand nach links innnen gedreht, so gehört es mit Sicherheit in die Gruppe der gemischten Rechtshänder. Ist die linke Hand beim Schreiben nach rechts innen gedreht, so ist es entsprechend ein gemischter Linkshänder. Die eingedrehte Handstellung kann zudem ein Hinweis auf eine Rechts-links-Blockade sein. Manche Kinder können Kreise nur in einer Richtung malen. Aus diesem Grunde schaffen sie auch die liegende Acht nicht. Nach Auflösung der Blockade ist das Kind dann wieder in der Lage die Acht zu malen. Äußere Anzeichen: Die Augen werden rot weil sie überlastet sind, die Augen klimpern, Augen springen von einem Punkt zum anderen. Das Hören ist blockiert. Die Kinder fragen ständig nach, wenn sie etwas gesagt bekommen. Durch nochmaliges Fragen entsteht eine Festigung des Gehörten. Lernübungen bei Links-Rechts-Blockaden: Die liegende Acht nachzeichnen lassen, erst mit der rechten Hand (in der Mitte anfangen und nach rechts-oben beginnen) , mit der linken Hand (in der Mitte anfangen, nach links-oben beginnen), dann mit beiden Händen gleichzeitig malen Gehirnknöpfe aktivieren. Simultan – Malen
Auch eine gestörte Vorne-hinten-Dimension beschreibt Unausgewogenheiten im Energiehaushalt unseres Denkens. Im unblockierten Zustand wechseln Konzentration (vorne) und Entspannung (hinten) einander ab. Ein Ungleichgewicht zeigt sich darin, dass die Kinder einer Sache entweder zu fern oder zu nahe sind. Sind beide Pole ausgeglichen, können die Kinder den Unterricht verfolgen und – falls erforderlich – sich zielgerichtet einmischen. Sie konzentrieren sich also bei Bedarf. Vorne-hinten-Blockaden erkennen Kinder, bei denen das „Vorne“ blockiert ist, haben oft massive Schulprobleme. Sie beteiligen sich nicht am Unterricht, sondern folgen passiv den Ausführungen. Sie träumen vor sich hin und bekommen vieles nicht mit. In Stresssituationen schalten sie ab. Ihre Überforderung setzen sie häufig in Bewegung um (Hyperaktivität), aber auch das andere Extrem ist möglich (Hypoaktivität). Diese Kinder übertragen Stress in eine Form von Trägheit. Dabei nehmen sie Gefühle und Stimmungen sehr sensibel wahr. Ihr Gegenteil, Kinder, die „vorne“ aktiv sind, konzentrieren sich stark auf den Unterrichtsverlauf. Sie wirken hellwach, arbeiten analytisch und richten ihren Blick aufs Detail. Negativ formuliert heißt das aber auch, dass sie nicht über ihren Tellerrand hinaussehen oder „vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen“. Sie müssen immer vorne dran sein, immer agieren, sich immer behaupten und können keinem Streit aus dem Weg gehen. Kinder, bei denen das „Vorne“ dominiert, können nur schwer abschalten und dadurch kaum über eine Situation nachdenken. Übungen: Fußpumpe – Wadendehnung, Beine überkreuzen, langsam runtergehen
Ist die Oben-unten-Dimension des Denkens im Gleichgewicht, so gelingt es uns idealerweise, Herz (Gefühl) und Verstand (geistige Beweglichkeit) zu verbinden. Eine Blockade in dieser Dimension bewirkt dementsprechend, dass wir entweder zu stark vom Kopf oder von unseren Gefühlen bestimmt werden. Oben-unten-Blockaden erkennen Oben-unten-blockierte Kinder wirken entweder unbeweglich und schwerfällig oder geistig abgehoben. Beide Extreme lassen sich auch an den Bewegungen erkennen. Kinder, bei denen das Unten- das Gefühl – dominiert, sind langsam und unflexibel. Sie haben Schwierigkeiten, sich vom Boden zu lösen, zum Beispiel beim Hüpfen. Beim Sitzen wickeln sie die Füße gern ums Stuhlbein, um dadurch noch mehr Halt zu bekommen. Diese körperliche Trägheit entspricht einer geistigen Unbeweglichkeit. Solche Kinder sind so stark damit beschäftigt, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, dass sie eine verbale Äußerung aus dem Gleichgewicht bringen kann. Sie haben Angst, etwas Falsches zu sagen, sind unsicher und trauen sich wenig zu. Sie lassen sich schnell ausgrenzen und stehen oft im Abseits. Ihr Gegenteil – der „kleine Professor“ – verliert tatsächlich leicht das körperliche Gleichgewicht, weil er nicht mit beiden Beinen im Leben steht. Er scheint auch anfälliger für Krankheiten zu sein. Schon ein Windhauch wirft ihn um. Hier passt das Bild vom „kränkelnden Genie“. Sie zeigen in der Regel gute schulische Leistungen, finden sich aber in ihrer Gefühlswelt nicht zurecht. Ihre Äußerungen wirken oft altklug, weil sie versuchen, die Welt wie Erwachsene zu deuten. Solche Kinder, bei denen das „Oben“, also der Verstand überwiegt, sehen ihre eigene Person häufig als unwesentlich für ihre Bedürfnisse an. Sie versuchen , ihr Verhalten rational zu begründen: „Es ist besser für mich, noch eine Stunde lesen zu üben, als draußen zu spielen.“ Sie übernehmen die Bewertungen aus der Erwachsenenwelt. Ist die Oben-unten-Dimension längere Zeit blockiert, besteht die Gefahr, dass das Gehirn diese Verhaltensweisen als normal einstuft. Dies kann unter Umständen zu schweren körperlichen oder seelischen Störungen führen, da ja in beiden Fällen der Energiehaushalt des Gehirns und das Gefühlsleben nicht ausgewogen sind. Übungen: Stresspunkte halten, Hook ups Wichtig ist, dass man das Kind mit allen Stärken und Schwächen annimmt. Kleine Tests und kleine Hilfen: Wenn ein Kind Probleme im mathematischen Bereich hat, dann hat es auch Probleme, den Raum als solches zu erfassen. Es kann nur den Bereich wahrnehmen, der im Sehbereich liegt, das was außerhalb ist, kann es sich vor seinem inneren Auge auch nicht vorstellen. Man stelle sich hinter das Kind in kurzem Abstand. Das Kind soll sich nach hinten fallen lassen, nach ca. 10 cm hält man es mit den Händen. Nach und nach erweitert man den Abstand. Wenn das Kind beim Rückwärtsfallen (obwohl es SICHER aufgefangen wird) einen Ausfallschritt macht, hat es Probleme mit der Visualisierung des rückwärtigen Raums. Auf einem Bein hüpfen lassen Auf einem Baum balancieren Einen Ball fangen lassen Bei Kindern, die bevorzugt RECHTS denken, ist die vereinfachte Ausgangsschrift durch ihre eckige Form unglaublich schwer zu lernen. Es gibt drei verschiedene Typen: Augentyp, Hörtyp, Bewegungstyp. Bewegungsfähigkeit ist gleich Denkfähigkeit. Ursachen der Blockaden |
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